Montag, 31. Juli 2017

Montag, 3. Juli 2017

Sommerpause - Na endlich ...

Mich erreichte folgende Botschaft:

Hallo Jona,

wir haben also jetzt offiziell Sommerpause, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Zeit für wichtigere und nur im Sommer zu erledigende Tätigkeiten zu lassen.

Das nächste Treffen findet am Samstag, dem 02. 09. 2017 statt.

Herzlichen Sommergruss

                                                Albert

Na endlich ... 

Alle Rechte: die Red.

Sonntag, 25. Juni 2017

Programm im Sommer - diverse Informationen / Sommer-Brunch-Einladung

Liebe Partizipierende,

Am 01. 07. 2017 findet kein Café-Philo mehr statt.

Am Sonntag, dem 02. 07. 2017, würden wir uns, wer Lust und Zeit hat, zu einem Brunch in unserem Stammlokal Café Bubbles treffen, und zwar von etwa 10.00 bis 12:00 Uhr vormittags. (Um euch etwas Appetit zu machen: http://www.cafe-bubbles.ch/Speisekarte/ )

Zwar haben wir an diesem Philo-Brunch kein vorgegebenes Thema, da das Essen im Vordergrund steht, aber natürlich kann sich die Philosophie überall einschleichen und unser Gespräch beleben…

Bitte teilt mir bis Mittwoch (28. 06. 2017) mit, ob ihr Lust habt, an diesem erweiterten Frühstück teilzunehmen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dabei seid!

Herzlichen Gruss
                                     Albert


P.S.: Mit diesem Wochenende fängt die Sommerpause an, wir würden uns voraussichtlich wieder am 02. September 2017 treffen. Näheres findet ihr in meinem Blog: http://sophonautik.ch/cafe_philo/


P.P.S.: Ab September 2017 wird auch das neugegründete Zürcher Institut für Philosophische Praxis (ZIPPRA) seine Tätigkeit aufnehmen, unter anderem mit einer eigenen Reihe von Café-Philos. Die Homepage ist noch im Aufbau, sollte aber bis Ende nächsten Monats fertiggestellt sein. Ihr könnt sie jetzt schon unter folgendem Link einsehen: http://www.zippra.ch


Samstag, 24. Juni 2017

Samstag, den 24.06.2017: Höflichkeit

Am 24. 06. 2017 diskutieren (hoffentlich höflich) über HÖFLICHKEIT. Zum Ausgangspunkt nehmen wir zwei Zitate von Schopenhauer:

Höflichkeit ist wie ein Luftkissen. Es mag zwar nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens.

Eine schwere Aufgabe ist freilich die Höflichkeit insofern, als sie verlangt, dass wir allen Leuten die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen; sodann, dass wir den lebhaftesten Anteil an ihnen simulieren, während wir froh sein müssen, keinen an ihnen zu haben.

:-))

Dienstag, 6. Juni 2017

10.06. und 17.06. findet keine Café Philo statt


An den beiden Samstagen findet kein Café Philo statt, da der Moderator nicht im Land ist.

Wir danken.

Dienstag, 23. Mai 2017

Samstag, 27.05.2017: Eklektizismus

Am 27. 05. 2017 diskutieren wir über den EKLEKTIZISMUS: Eine Teilnehmerin hat dazu Texte zusammengestellt, die wir zum 
Ausgangspunkt unserer Diskussion nehmen.


Herzlichen Gruss
              


Wollen wir uns einmal mit dem „eklektischen Denken“ auseinandersetzen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine vierte Gruppe Menschen gibt, neben den 3 Kategorien, die Jason Brennan in seinem Buch „Gegen Demokratie“ schildert, nämlich die Hobbits (die politisch uninteressiert und nicht informiert sind und nicht abstimmen), die Hooligans (die wir überall sehen; solche, die nur ihre Meinung gelten lassen und die „Anderen“ ablehnen oder sogar angreifen), und die Vulkanier, die eigentlich die idealen Bürger wären: interessiert, informiert, solche die aktiv teilnehmen… von denen es aber leider sehr wenige gibt), das sind die 3 Gruppen laut Brennan, dann gibt es eine vierte, von ihm nicht zitierte  Gruppe, die EKLEKTIKER, die mal als Voyeurs, mal als Verräter betrachtet werden und deren Lebenseinstellung und Weltanschauung als opportunistisch gelten. Ja, was soll man von Menschen halten, die aus verschiedenen Ideen, Religionen, politischen Parteien, usw. nur das in ihren Augen Beste herauspicken, unabhängig davon, ob solche Bewegungen oder Ideologien offiziell als unvereinbar gelten? Da habt ihr die verschiedenen Definitionen von Eklektikern laut Duden:

1.      Philosoph, der aus verschiedenen philosophischen Systemen das Passende auswählt und zu einem eigenen System verarbeitet
2.       
1.      (bildungssprachlich abwertend) jemand, der keine eigenen Ideen entwickelt, sondern nur Gedanken, Stilelemente anderer für seine Werke, Theorien o. Ä. verwertet
2.      (bildungssprachlich) jemand, der aus bereits vorliegenden unterschiedlichen Ideen, Stilen o. Ä. etwas auswählt [und dadurch etwas Neues schafft]
Sind wir halt opportunistisch? feige? dumm? Sogar gefährlich?
Es würde mich freuen, über dieses Thema mit euch diskutieren zu dürfen, ich bin eine geborene und überzeugte Eklektikerin und weiss, wie schwierig es ist, KEINER bestimmten Ideologie oder Gruppe zu gehören, und gleichzeitig wie bereichernd es ist, überall und nirgends zu sein, ein bisschen von allem und nicht viel von etwas konkretem zu wissen und das (höchstwahrscheinlich trügerisches Gefühl zu haben, man könne immer etwas von jedem lernen und mit FAST jeder Situation klarkommen. Die Sozialakzeptanz ist aber sehr gering, und deswegen werden viele Eklektiker zu Tarnungsmeistern.  (Raquel Ruiz)

Eklektizismus
Griech. eklegein ›auswählen‹: Bezeichnung einer philosophischen Methode, bei der ein Autor seine Gedanken unterschiedlichen philosophischen Schulen und Richtungen entnimmt. Bei der Auswahl der einzelnen Gedanken lässt sich der Eklektiker weniger von systematischen Gesichtspunkten leiten als vielmehr davon, ob ihm die verschiedenen Inhalte jeder für sich sinnvoll und brauchbar erscheinen. Resultat dieser Vorgehensweise ist ein heterogenes Gebilde, dessen Grundgedanken zueinander in Widerspruch stehen. Die Bezeichnung Eklektizismus wird in einem abwertenden Sinn gebraucht. Historisch trat der Eklektizismus erstmals im Hellenismus auf. So berichtet Diogenes Laertius in seinem Leben und Meinungen berühmter Philosophen : »Übrigens trat erst vor kurzem noch eine eklektische Sekte auf unter Führung des Potamon aus Alexandreia, der sich aus den Lehren aller Sekten auswählte, was ihm gefiel.« Als eklektizistisch gelten beispielsweise die Schriften der antiken Philosophen Cicero und Karneades.
In jüngster Zeit, insbesondere auf den Gebieten von Kunst und Architektur, hat der Eklektizismus wieder eine positive Bedeutung erlangt. Die Kombination verschiedener Stile, der eklektizistische Umgang mit klassischen Traditionsbeständen gilt als eines der Grundmerkmale der so genannten Postmoderne.

2. Eklektiker

Auch die peripatetische Schule fand vereinzelte Anhänger, wie M. Piso und den bekannten Triumvirn Crassus. Aber nach Lage der Dinge fand am meisten Verbreitung diejenige Richtung, die sich das ihr Zusagende aus den verschiedenen Systemen heraussuchte: die eklektische. Hatte sich schon in den griechischen Philosophenschulen selbst allmählich eine starke Neigung zur Verschmelzung, Vermittlung und Vermischung geltend gemacht (vgl. § 43 und § 44), so geschah dies in noch stärkerem Maße durch die Römer, denen die Philosophie ja fast durchweg nicht Selbstzweck, sondern nur Zeichen allgemeiner Bildung und allenfalls Mittel sittlicher Klärung war. Der Typus dieser Eklektiker ist
a) Cicero. Der früheren Überschätzung Ciceros traten Mommsen und Drumann in ihren Geschichtswerken im allgemeinen vielleicht zu schroff entgegen, sodass die in neuerer Zeit dagegen eingetretene Reaktion (vgl. Zielinski, Cicero im Wandel der Jahrhunderte, Leipzig, 2. Aufl. 1908) eine gewisse Berechtigung hat. In bezug auf die philosophischen Leistungen dagegen hat Mommsens scharfes Urteil unseren Beifall. Von der zahlreichen Literatur erwähnen wir nur das Hauptwerk: R. Hirzel, Untersuchungen zu Ciceros philosophischen Schriften, 3 Bde., Berlin 1877-83.
M. Tullius Cicero (106-43) hatte als junger Studiosus zu Athen und Rhodus, wesentlich zum Zwecke seiner rednerischen Ausbildung, die Epikureer Phädrus und Zeno, die Stoiker Diodotus und Posidonius, die Akademiker Philo und Antiochus gehört, kehrte aber erst in den letzten drei Jahren seines Lebens, durch den Umschwung der politischen Verhältnisse zu unfreiwilliger Muße verurteilt, zu den philosophischen Studien seiner Jugend zurück. In diesem kurzen Zeitraum schrieb er eine Menge von philosophischen Büchern zusammen: ein erkenntnistheoretisches (die Academica), alle übrigen ethische (De finibus bonorum et malorum, Tusculanae disputationes. De officiis und einige kleinere, wie Laelius und Cato maior) oder theologische (De natura deorum, De divinatione, De fato). Eine Aufforderung zum philosophischen Studium enthält der früh geschriebene Hortensius; die rein rhetorischen und politischen Schriften übergehen wir. Über die Art seiner philosophischen Schriftstellerei gibt eine sehr offenherzige Äußerung an Attikus (Epist. ad Att. XII, 52) genügenden Aufschluß: »Es sind Abschriften, die mit ziemlich geringer Muhe zustande kommen; ich tue nur die Worte hinzu, die ich im Überfluß besitze.« In der Tat hat denn auch der Philologenfleiß des 19. Jahrhunderts zu fast allen diesen Schriften die griechischen Vorbilder aufgedeckt (siehe die Hauptergebnisse bei Ueberweg I, § 66). Cicero kommt in der Tat nur das Verdienst zu, wenn man es als ein solches betrachten will, seine Landsleute (und mittelbar auch uns) mit den Epigonen der griechischen Philosophie in geschmackvoller, aber auch recht oberflächlicher, häufig irreführender Darstellung zuerst bekannt gemacht zu haben. Plato und Aristoteles kennt er nur höchst ungenügend, schwierige Probleme läßt er am liebsten beiseite, scharfe und genaue Begriffsbestimmungen sind ihm zuwider. In der Erkenntnistheorie schließt er sich der seiner Denkart gemäßen Wahrscheinlichkeitslehre der mittleren und neueren Akademie als der »bescheidensten, folgerichtigsten und elegantesten Art zu philosophieren« an. Für die Physik interessiert er sich nur, insoweit sie mit dem Gottesglauben in Beziehung steht. Auf seinem Lieblingsfelde, der populären Ethik, begnügt er sich jedoch nicht mit der akademischen Wahrscheinlichkeitslehre, sondern neigt mehr den Stoikern zu, auf deren »angeborene Begriffe« und den »consensus gentium« als Beweismittel sich stützend. Doch schwankt er auch hier vielfach zu den gleichfalls benutzten Akademikern und Peripatetikern hinüber; nur die Epikureer werden verworfen. Das wichtigste sittliche Problem ist ihm, wie der ganzen nachklassischen Philosophie, das Verhältnis der Tugend und des Sittlich-Guten (lateinisch honestum: des Ehrenhaften) zur Glückseligkeit, nächstdem das der Willensfreiheit, während er auf religiösem Gebiete die göttliche Vorsehung und die Unsterblichkeit der Seele mit warmen Worten verteidigt. Von ernster Methode kann bei Ciceros philosophischem Dilettantismus keine Rede sein. Ein formales Verdienst aber ist ihm, außer der leicht faßlichen Behandlung, jedenfalls zuzuerkennen: dass er der Schöpfer der philosophischen Terminologie für die Römer gewesen ist. Dadurch ist er der nächst Aristoteles wichtigste philosophische Lehrer des Mittelalters geworden.
b) Varro. Ciceros Freund, der gelehrte Polyhistor und Vielschreiber M. Terentius Varro (116-27 v. Chr), war ein literarisches Original, aber philosophisch herzlich unbedeutend. Die Beschäftigung mit theoretischen Philosophemen als völlig eitel verspottend, sah er die Beglückung des Menschen als den einzigen Zweck des Philosophierens an. Von ganz äußerlichen Gesichtspunkten aus unterschied er nicht weniger als 288 philosophische Richtungen! In der Ethik schloß er sich im ganzen seinem Lehrer Antiochus (§ 43) an, neben den akademischen auch stoische und einzelne pythagoreische Lehren heranziehend. Gleich Cicero huldigte er der Lehre von der dreifachen Religion (s. Panätius). Seine »menippischen Satiren«, so genannt nach dem im 3. Jahrhundert lebenden Zyniker Menippos, verspotteten mit zynischer Derbheit die moderne Überkultur. - M. Brutus (der Verschworene) wird als Stoiker in der Ethik, sonst Akademiker bezeichnet.
c) Kurze Zeit blühte um den Anfang der christlichen Zeitrechnung zu Rom die Schule der Sextier, deren bedeutendste Glieder Q. Sextius Vater und Sohn und der griechisch schreibende Alexandriner Sotion, Senekas Lehrer, waren. Das Ansehen der Sextier beruhte wohl mehr auf ihrem würdevollen, von sittlichem Ernste erfüllten Auftreten als auf der Eigenart ihrer Lehre, die der stoischen nahe stand, in Sotion auch altpythagoreische Elemente (tägliche Selbstprüfung, Seelenwanderung, Enthaltung von Tiernahrung) in sich aufnahm. Auch das Urchristentum knüpfte an sie an. Mehrere, aus der Zeit vor 200 n. Chr. stammende, christliche Überarbeitungen von »Sinnsprüchen des Sextus« in griechischer, lateinischer und syrischer Sprache sind vorhanden.


Eklektizismus Als Eklektizismus (von griech. ἐκλεκτός, eklektos, „ausgewählt“) bezeichnet man Methoden, die sich verschiedener entwickelter und abgeschlossener Systeme (z. B. Stile, Philosophien) bedienen und deren Elemente neu zusammensetzen. Im Falle von Religionen spricht man jedoch eher von Synkretismus als von Eklektizismus. Eklektizismus in der Kunst Der Eklektizismus ist kennzeichnend für die Stilrichtungen der europäischen Kunst seit Beginn des Historismus. Als Kunstverfahren ist Eklektizismus in der Postmoderne für die kritische Reflexion über vorhandenes Material von Bedeutung. Ein Beispiel für Eklektizismus in der Architektur: St. Augustin in Paris. Die Fassade mit Fensterrose und Skulpturengalerie folgt dem gotischen Stil, die Kuppel orientiert sich dagegen an Renaissance-Vorbildern Die Bezeichnung eklektisch oder eklektizistisch bezieht sich auf ein einzelnes Kunstwerk, in dem verschiedene vergangene Stile verarbeitet sind.[1] Im Hinblick auf die jeweilige künstlerische Qualität ist zwischen Imitation und eigener Weiterentwicklung zu unterscheiden. Der Begriff kann mit einer negativen Betonung versehen sein, wenn der Künstler anstelle einer eigenen Kreation unschöpferisch Elemente aus anderen Werken auswählt und zu einem neuen Werk zusammenfügt. Eklektizismus in der Philosophie Der Begriff ist bereits in der Antike, etwa zur Zeitenwende, geprägt worden. Damals existierten verschiedene Philosophenschulen nebeneinander und es gab Denker und Politiker, die als Eklektiker bezeichnet wurden, weil sie Elemente der unterschiedlichen Positionen miteinander verbanden. 

Der berühmteste Vertreter dieser Richtung war Cicero. Er übernahm besonders in seinen ethischen Vorstellungen im Wesentlichen die Lehren der Stoiker, wobei er auch Werte der Akademie und des Peripatos einfließen ließ. Eklektizismus in der Geisteswissenschaft In den Geisteswissenschaften charakterisiert der Begriff die Methode, aus Versatzstücken unterschiedlicher Systeme, Theorien oder Weltanschauungen eine neue Einheit zu bilden. Auch hier wird der Terminus in der Regel abwertend verwendet. Dies verrät eine Bevorzugung in sich abgeschlossener, isolierter Theorien gegenüber der Selektion zutreffender Aussagen aus verschiedenen Theorien bei Nichtübernahme widerlegter Elemente.

Montag, 1. Mai 2017

Samstag, den 6.05.2017 - Thema: Demokratie

Am nächsten Samstag (06. 05. 2017) diskutieren wir über die DEMOKRATIE. 

Zum Ausgangspunkt unseres Gesprächs nehmen wir die Sendung STERNSTUNDE PHILOSOPHIE vom 30. 04. 2017:

https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/jason-brennan-weg-mit-der-demokratie

Weiterer Pressehinweis bei SPIEGEL-online (SPON):

"Die Wähler sind Hobbits"

Donnerstag, 27. April 2017

Samstag, den 29.04.2017: Das Lachen

Am 29. 04. 2017 diskutieren wir über das Lachen. 

Wir nehmen  einen Artikel in der Philosophie-Zeitschrift DER BLAUE REITER zum Ausgangspunkt unseres Gesprächs: 


Lachen ist ein angeborenes Ausdrucksverhalten des Menschen, das nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit anderen seine Wirkung entfaltet. Lachen ist
  • die natürliche Reaktion eines gesunden Menschen auf komische oder erheiternde Situationen,
  • erscheint aber auch als Entlastungsreaktion nach überwundenen Gefahren oder
  • zur Abwendung drohender sozialer Konflikte
  • sowie als Abwehrmechanismus gegen spontane Angstzustände.
Der Wissenschaftszweig, der sich mit dem Lachen beschäftigt, ist die Gelotologie (von griechisch γέλως gélōs „das Lachen“).


Freitag, 14. April 2017

Ostersamstag - kein Treffen

Wir wünschen euch frohe Ostern und ein paar erholsame Tage. Am Ostersamstag findet kein Treffen statt.


Samstag, 25. März 2017

Samstag, 01.04.2017: Das Video-Gespräch als Grundlage

Am Samstag, dem 01. 04. 2017, werden wir ein Interview mit C. G. Jung zum Ausgangspunkt unserer philosophischen Gesprächs nehmen:



Samstag, 25.03.2017: Toleranz

Am Samstag, dem 25. 03. 2017, diskutieren wir über TOLERANZ.

Am Sonntag, dem 26. 03. 2017, moderiere ich ein Café-Philo im Kulturzentrum DAMPFSCHIFF in Brugg zum Thema IDENTITÄT:

Mittwoch, 15. März 2017

Am 18.03.2017 findet kein Café Philo statt


Hallo zusammen

Albert weilt im Ausland - daher findet an diesem Samstag kein Treffen statt.

Danke fürs Verständnis.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Würde - nicht Ehre als gesellschaftlicher Nenner des Demokratischen und Europäischen


Wenn einem all der Wandel, der uns geopolitisch unter die Decke kriecht nicht geheuer ist, weil nicht gleich nachvollziehbar was uns da widerfährt und ob man davon überhaupt betroffen ist - dann hilft vielleicht eine kleine gedankliche Stütze:

Was auf uns zukommt, was bereits um uns herum kreucht und uns täglich betroffen macht, durchdringt und uns versucht einzunehmen, durch Putin, Erdogan, IS, ja sogar Trump, den ganzen Türkischen Faschismus, den Polnischen Faschismus, den Populismus und Nationalismus, etc...


... das sind Forderungen unter dem Begriff EHRE:


Ehre ist eine Konzeption des "verdienten Achtungsanspruchs" - und hierfür wurden in der Menschheitsgeschichte schon Abermillionen von Menschen getötet, geschlachtet und hingerichtet. Diese Menschen wurden mitten in ihrem Leben ihres Lebens beraubt. Für irgendeinen einzigen Vogel, einen Tyrannen. Wir sind über Gas, Macheten, Kalaschnikows und Massenvergewaltigungen schockiert, über Zwang und Denunziation. Doch was das Grauen im Grauen ist, ist der Raub von möglichen weiteren 15, 28, 46, 70 Jahren Leben, die ein getöteter oder weggesperrter Mensch noch hätte leben können. Friedlich und prosperitiv leben.

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Diese Gewalt macht uns irgendwie ohnmächtig, sie lähmt uns, wir schauen fassungslos zu - weil wir allenfalls nicht wissen, welche Konzeption wir vertreten und wir 'fordern', was wir auf unsere Fahnen geschrieben haben, in unsere Verfassungen und gesät im Boden unserer Demokratien. Unser Gegenstück, schier "Antipode" ...

... sind Verständnis, Forderung und Haltung unter dem Begriff WÜRDE:


Speziell mit dem Wort Menschenwürde verbinden wir, niemanden zu Tode zu schlagen. Vielmehr vertreten wir eine Welt und ein Miteinander, welches jedem Menschen sein Leben per Leben ermöglicht, bis hin zur Abwendung von der Todesstrafe. Heute weitet sich dieses Verständnis auf alle Wesen aus - der Veganismus ist die aktuelle Erscheinung ... und eigentlich ist die Frage nach dem Fällen von Pflanzen irgendwie nicht zu verdrängen. Jedenfalls hat Würde zum Ziel, zu erhalten. Das ist das Gegenteil von Vernichten. Wir glauben nicht an einen Einzigen, dem alles zu unterordnen ist. Wir glauben an Alle und das grosse Ganze. Wir glauben und vertreten das Miteinander.

Europa ist nicht die EU. Europa ist mein Portugalstrand, meine Spanientappas, mein Frankreichkäse, mein Schweizerfondue, mein Deutschspätzle, mein Dänischdinkel, meine Hollandtulpen, meine Italienferien, meine Griechenlandtänze, meine Freunde hier und dort, meine Hotels, Gegenden, Gerüche, Sprachen, Orte, Meere, Strände, Häuser, Berge, Ebenen, Menschen, Menschen, Menschen ... meine Kirchen, Schlösser, Brücken, Dämme, Städte, Museen, Bibliotheken, meine Künstler, Politiker, Institutionen und offenen Grenzen und vieles meiner ganz persönlichen Freiheit meine Lebens. Europa ist kein Konstrukt - es ist meine Haltung im Leben von Würde, Freiheit und Anerkennung. 


Ich kann nicht garantieren, dass Ihnen nicht eines Tages der Schädel eingeschlagen wird, aber was jedem von uns möglich ist, ist sich innerlich zu stärken, in Gedanken, in der Haltung, in der Kommunikation, auch im STOPP oder NEIN gegen Entwicklungen. Wir können argumentativ stärker werden, konsistenter, wacher, schlagfertiger. Wir können in der Community Dinge verhindern und anderen die Waffen aus der Hand nehmen. Wir können Schreie nach Liebe hören und Empathie vorschiessen. Wir können etwas tun. Wir sind nicht wehrlos.

In dieser Hinsicht beeindruckt mich immer wieder dieses Bild des genagelten Jesus, den wir noch nach 2000 Jahren beeindruckt zu dieser Zeit würdigen, weil er im Angesicht seiner tödlichen Repressalien verzieh - würdig verzieh. Er und seine Haltung sind seither ungeschlagen. Und ich bin ja kein Religiöser - aber philosophisch genug, in der Sache den Geist zu erkennen, bin ich schon. Das geht durchaus.

Würde - nicht Ehre!

Herzlich

Jona Jakob